Einmal pro Woche treffen wir uns, um gemeinsam an Projekten und Aktionen zu arbeiten. Seit dem 10. Oktober 2024 sind wir Mitglied im Courage-Netzwerk und engagieren uns aktiv gegen Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art. Im Rahmen dessen planen wir regelmäßig verschiedene Aktionen, wie die U18-Wahl und die Gestaltung einer Durchsage zum 8. Mai, dem Tag der Befreiung. Wir freuen uns außerdem auf die Verleihung der Courage-Plakette, die unser Engagement sichtbar macht. Wir werden von einem Courage-Coach unterstützt und einige von uns nehmen derzeit an einer Ausbildung zum Mentor und zur Mentorin teil, um zukünftige Projekte noch wirkungsvoller gestalten zu können.
Bei Interesse meldet euch gerne bei uns!
Dima und Maria von der AG „Schule ohne Rassismus“
Politische Bildung sichtbar gemacht: U18-Wahl mit XXL-Wahlurne
Auch in diesem Schuljahr engagierte sich unsere Schule im Rahmen der AG Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage wieder für demokratische Werte und politische Bildung. Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an der bayernweiten U18-Wahl. Diese Wahlsimulation gibt Jugendlichen die Möglichkeit, politische Entscheidungen zu treffen – auch wenn sie noch nicht offiziell wählen dürfen.
Eine engagierte Projektgruppe der Schule ohne Rassismus AG (SOR) organisierte die U18-Wahl als schulweites Ereignis. Unterstützt wurde sie von Stephanie Schrägle, die gemeinsam mit den beiden Schulsozialarbeiterinnen Christine Tornow und Nina Stark die AG leitet, sowie von Paulina Schwerdel vom Kreisjugendring. Rund 250 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 11 der Wirtschaftsschule und der FOS/BOS machten mit.
Ein besonderes Zeichen unseres Engagements war die riesige Wahlurne. Sie wurde gemeinsam von Schülerinnen und Schülern, Christine Tornow und unserer Patin Caroline Glass kreativ gestaltet. Diese XXL-Wahlurne war nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein starkes Symbol für unser Verantwortungsbewusstsein als Schule mit Courage. Mit ihr nahmen wir am bayerischen Wahlurnenwettbewerb teil.
Auch im Unterricht wurde das Thema vertieft: Die Klassen konnten ein Virtual-Reality-Spiel ausprobieren, in dem fiktive Parteien mit verschiedenen politischen Programmen gegeneinander antraten. Je nach Wahlausgang mussten die Teilnehmenden mit unterschiedlichen, teils drastischen Regierungsmaßnahmen leben. So wurde auf eindrucksvolle Weise erlebbar, welche Folgen politische Entscheidungen haben können. Im Anschluss an die U18-Wahl setzten sich die Schülerinnen und Schüler im Politik-und-Gesellschafts- sowie im Geschichtsunterricht intensiv mit den Ergebnissen im Landkreis Unterallgäu auseinander – es wurde gemeinsam analysiert, diskutiert und reflektiert.
Solche Projekte fördern nicht nur Toleranz und Mitbestimmung, sondern stärken auch die demokratischen Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler – ganz im Sinne unseres Leitbilds als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.
Workshop mit dem izbd2 / „Tür an Tür“
André Schnall und Düzgün Polat vom Innnovationszentrum Bayern für Diversity und Demokratie führten in der BOS, in der Vorklasse sowie in der FOS einen Workshop zum Thema Demokratie und Vielfalt durch. Inhalte waren.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse des Workshops war es, dass es eben schon einen Unterschied macht, wie wir miteinander sprechen und umgehen. Wer versucht, sich selbst aufzuwerten, indem er andere durch Ideologien und rassistische Äußerungen ausgrenzt und abwertet, handelt zutiefst undemokratisch und unmenschlich.
Für uns als „Schule mit Courage“ bedeutet dies, noch besser hinzuschauen und noch besser hinzuhören, damit Ungleichwertigkeit und Diskriminierung keinen Raum an unserer Schule bekommen.
Schweigeminute am 8. Mai 2025 zum 80-jährigen Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus
Im Namen unserer AG führte unser Schüler, Tim Bialojan, folgende Durchsage mit anschließender Schweigeminute durch. Im Wortlaut:
"Guten Morgen, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Lehrerinnen und Lehrer!
Heute, am 8. Mai, erinnern wir an das Ende des Zweiten Weltkriegs – an die Befreiung vom Nationalsozialismus und den Beginn von Frieden und Demokratie in Deutschland.
Wenn man für jedes Opfer des Holocaust nur eine Minute schweigen würde, wären wir über elf Jahre still – so unfassbar groß ist das Leid, das damals geschah.
Dieser Tag mahnt uns, Verantwortung für unsere Geschichte zu übernehmen und heute klar für Demokratie, Menschlichkeit und gegen Hass einzutreten.
Lasst uns nun in einer Schweigeminute der Opfer des Nationalsozialismus und aller aktuellen Kriege und Konflikte gedenken – als Zeichen für Frieden, Mitgefühl und unsere gemeinsame Verantwortung."
Stephanie Schrägle, Nina Stark und Christine Tornow